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Bilder zur Aktion

Auf nach Weimar!

Zur Aktion der Jugendverbände gegen die geplanten Kürzungen der Thüringer Landesregierung im Jugendbereich.

Am 4.12. findet der Landesparteitag der CDU in der neuen Weimarhalle in Weimar statt. Wir, VertreterInnen der Jugendverbände, wollen mit DEINER HILFE die Gelegenheit nutzen und der CDU unsere Meinung zu den geplanten Kürzungen im Jugendbereich kund tun. Also auf nach Weimar!

 

Samstag, 04.12.04

08:00 Uhr bis 11:00 Uhr

Neue Weimarhalle

 

Unser Protest soll bunt und deutlich zeigen, das Politik an der Jugendarbeit nicht sparen darf!

 

Kein Sparen für die Jugend bei der Jugend !

Die Arbeit der Jugendverbände in Thüringen ist durch die geplanten Kürzungen der Landesregierung im sogenannten Reformhaushalt 2005 bedroht.

Insgesamt vereinen die Jugendverbände in Thüringen 420.000 Kinder und Jugendliche, die sich in 115 Einzelverbänden demokratisch organisieren. Die Kinder- und Jugendarbeit in Thüringen wird zu einem großen Teil von den 40.000 ehrenamtlich tätigen Kindern und Jugendlichen getragen.

Diese Arbeit schafft ein vielfältiges Angebot für Kinder und Jugendliche in Thüringen und sorgt als Demokratiewerkstatt für den Erhalt und die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft.

Aus ihrer langen Tradition heraus haben sich Jugendverbände zu einer gesellschaftlichen Stütze entwickelt. Kinder und Jugendliche finden hier eine Heimat, in der sie frei von Zwängen ihr eigenes Bild einer demokratischen Gesellschaft selbstbestimmt entwickeln. Dieser Haltepunkt ist angesichts der aktuellen Veränderungen in unserer Gesellschaft und der damit verbunden Sinnkrise von jungen Menschen umso wichtiger. Zukunftsängste von jungen Menschen und ein Zweifel an der Demokratie sind die Folgen dieser gesamtgesellschaftlichen Probleme, wie der Thüringen Monitor es Jahr für Jahr belegt.

Die CDU hat dies in ihrem Wahlprogramm zur Landtagswahl 2004 berücksichtigt: „Jugendpolitik ist für die CDU Thüringen Zukunftspolitik. Ziel unserer Bemühungen ist es, die junge Generation zu befähigen, selbstständig und selbstbestimmt zu handeln, Pflichten zu übernehmen und Rechte wahrzunehmen.“ und den Wählern versprochen: „Jugendpolitik darf sich für uns nicht nur auf ihre helfende Funktion in Problemlagen reduzieren... Die CDU Thüringen steht bei den Angeboten der Jugendhilfe zum Pluralitätsprinzip und zur Stärkung der freien Träger.“

Die Förderpolitik der CDU Landesregierung spricht jedoch eine andere Sprache. In den vergangen zwei Jahren wurden bereits 15% der Gelder für Jugendverbandsarbeit gekürzt. Und nun sollen weiterer 20% nach den Plänen der CDU im sozialen Bereich gekürzt werden.

Die Folgen dieser Kürzungen sind absehbar:

  • Wegfall von weichen Standortfaktoren, die eine Ansiedlung von Wirtschaft gefährden oder sogar unmöglich machen
  • Wegfall hauptamtlicher Fachkräfte, die unverzichtbar für die Koordinierung der ehrenamtlichen Arbeit der Jugendverbände sind
  • Weiterer Wegfall von vielen Angeboten der außerschulischen Jugendbildung, die für ein viel beschworenes „lebenslanges“ Lernen notwendig sind
  • Weiterer Wegfall von Freizeitangeboten, die sich nicht  am Konsum orientieren
  • Schließung von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit
  • Wegfall von Geborgenheit und Orientierung für Kinder und Jugendliche
  • Jugendarbeit wird zunehmend von rechtsextremistischen, demokratiefeindlichen Gruppierungen übernommen, die antidemokratischen Tendenzen werden dadurch verstärkt

Daher fordern wir die Abgeordneten des Landtages auf:

  • die geplanten Kürzungen in der Jugendverbandsarbeit nicht umzusetzen
  • zukünftig einen Schwerpunkt staatlicher Förderung auf die Jugendverbandsarbeit und Jugendarbeit zu legen
  • die im KJHG geforderte Trägervielfalt zu erhalten und zu fördern.


Die Jugendverbände rufen alle Kinder und Jugendlichen auf, sich gegen diesen Sozialabbau zu wehren.
Die Jugendverbände rufen zu einer Protestaktion anlässlich des CDU Landesparteitags am 4.12. in Weimar auf und fordern alle Betroffenen auf sich zu beteiligen.
Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger des Freistaates Thüringen dazu auf, uns in dem Widerstand gegen die geplanten Kürzungen zu Unterstützen.

 

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